Lauscha  Geburtsort des gläsernen Christbaumschmucks

Mitten im südlichen Thüringer Wald liegt unser weltweit bekannter Glasbläserort Lauscha.

Entlang schmaler Bergtäler schlängeln sich schieferbedeckte Häuser. Unseren Besuchern bietet sich hier in herrlicher Landschaft nicht nur die Möglichkeit zur Entspannung und Erholung, sondern auch jede Menge Interessantes über das Glasbläserhandwerk und dessen Geschichte zu erfahren.

Unsere Stadt wurde vor ca. 400 Jahren von den Glasmachern Müller und Greiner gegründet, die auf dem „Hüttenplatz“ die erste Glashütte errichteten. Hier wurden von den Glasbläsern hauptsächlich Dinge des täglichen Lebens wie Tintenfässer und Balsamfläschchen hergestellt. Als im 19. Jahrhundert die Nachfrage nach Hüttenerzeugnissen rückläufig wurde, musste nach neuen Erwerbsquellen gesucht werden. Es wurde die Lampenglasbläserei in Heimarbeit eingeführt. Die ersten Artikel waren Glasperlen. Durch technische Verbesserungen in der Heimwerkstatt wurde es möglich, immer größere und aufwendigere Produkte herzustellen.

Vor etwa 150 Jahren begannen die Glasbläser für ihren eigenen Weihnachtsbaum Perlenketten und kleine Formen, wie z.B. Früchte und Zapfen anzufertigen. Durch Sonneberger Spielzeugverlage wurde dieser neue gläserne Christbaumschmuck auf Messen in der ganzen Welt bekannt. Seitdem entstand von Jahr zu Jahr eine immer größer werdende Vielzahl von Formen und Ornamenten.

Lauscha
Formgeblasener Christbaumschmuck von Michael Haberland
Formgeblasener Christbaumschmuck von Michael Haberland

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